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Dienstag, 19. November 2019

Letzte Einkäufe und Reparaturen

Gegen 10 Uhr heute Morgen haben sich alle Rallye- Teilnehmer auf dem Campingplatz Ad Dakhla ein kurzes Briefing für die kommenden Etappen. Als alle den Campingplatz verlassen wollten verschloss der Besitzer das Tor und ließ niemanden mehr hinaus. Der Streit hatte sich daran entfacht, dass der Besitzer nicht alle registriert hatte und nun auch von Teams Geld haben wollte, die nicht auf dem Campingplatz geschlafen hatten. Es war eine recht aggressive Situation, die sich nur dadurch lösen ließ nachdem alle bezahlt hatten. 
Nach diesem Zwischenfall fuhren einige Teams auf die Werkstattstraße in der Innenstadt Ad Dakhlas. Diese Straße besteht aus vielen kleinen Autowerkstätten, die deutschen Standards nicht ganz entsprechen. Hier wurden verschieden Rallye- Autos repariert oder fit für die Wüste gemacht.
Team „Zwei sind nicht zu bremsen“ musste ihren Kühler reparieren lassen. Der Kühler wurde mit Spezialkleber abgedichtet und hält hoffentlich durch. Nach unserem Besuch in der Werkstattstraße machten wir noch letzte Einkäufe für die Wüste. Vorfallen sehr viel Wasser. 
Von Ad Dakhla aus, fuhren wir zu unserem heutigen Ziel, dem Rasthof Barbas. Dieser kleine Ort liegt ca. 100 Kilometer vor der Mauretanischen Grenze. Von hier startend werden wir morgen die Grenze überqueren und nach Mauretanien einreisen. Da wir die nächsten Tage kein Internet haben werden, ist dies vorerst der letzte Eintrag. Bis bald und wünscht uns Glück für die Wüstendurchquerung.




Montag, 18. November 2019

Ad Dakhla

Ich habe heute lange überlegen müssen ob ich etwas schreiben soll oder nicht. Naja ich hab mich entschlossen so lange ich noch solch gutes Internet habe schreibe ich auch etwas, wenn es auch nicht viel ist. Kurz noch eine Anmerkung zum Internet in Marokko, es gibt einfach überall LTE, egal ob im Atlasgebirge oder der Sahara. Wir sind heute Morgen von unserem Beduinen Campingplatz kurz vor Layoune in Richtung Süden aufgebrochen. Die Landschaft ist eher als langweilig zu beschreiben. Wir fuhren heute den gesamten Tag durch eine wüstenähnliche Landschaft. Auch die Straße konnte nicht viel für Abwechslung sorgen. Die meiste Zeit führt die Straße viele Kilometer schnurgerade gen Süden. Die einzige Abwechslung heute waren Bauarbeiten an der Straße oder die immer heutiger werdenden Polizeikontrollen. Bei einer dieser Polizeikontrollen kamen wir erst weiter, als der Polizist sein „Geschenk“ erhalten hatte, komische Situation. Kurz vor der Stadt Ad Dakhla, der südlichsten Stadt Marokkos wollten wir dann mal die Tauglichkeit im Gelände überprüfen, kurzum das ging gründlich schief und der Opel Frontera von Team „Zwei sind nicht zu bremsen“ musste den Mercedes aus dem Sand ziehen. Nach dieser kurzen Offroaderfahrung fuhren wir die restlichen Kilometer bis Ad Dakhla, wo wir auf einem Campingplatz übernachten. Was noch zu sagen ist, es weht ein ziemlich kräftiger Wind und überall ist Sand und Staub in der Luft. Es knirscht ein wenig beim Essen.




Sonntag, 17. November 2019

Sand, Kamele und herrliche Aussichten

Heute Morgen sind wir um 9 Uhr losgefahren. Zunächst führte uns die Straße an der Atlantik Küste weiter gen Süden. Es boten sich zunächst herrliche Aussichten an der Küste und das ein oder andere mal hielten wir an. Da gab zum einem die tollen Felsen bei Legzira Beach in der Nähe von Tiznit. Hier machten wir einen kurzen Spaziergang und das ein oder andere Bild. Danach ging es durch wüstenähnliche Landschaften weiter Richtung Layoune. Das Land das wir nun durchfuhren war so karg, das es kaum vorstellbar ist das hier Menschen leben. Und doch trafen wir auf den ein oder anderen Hirten mit seinen Ziegen oder Schafen. Die Straße N8 der wir folgten ist die einzige Verbindung die in Richtung Mauretanien führt. Wir überquerten die imaginäre Grenze zu Westsahara und gaben dem Polizeibeamten den „Fisch“. Nun muss das etwas näher erklären. Westsahara wurde 1975 nach Abzug der Kolonialmacht Spaniens von Marokko besetz und annektiert. Deshalb wird in diesem Gebiet deutlich strenger kontrolliert und Militär und Polizei sind sehr präsent. Und der besagte „ Fisch“ ist ein Dokument sämtliche Daten über die Reisenden und das Fahrzeug festgehalten werden. Ein paar Kilometer später sahen wir die ersten Sanddünen und auch die ersten Kamele. Kurz vor Layoune bogen wir von der Fernstraße N8 rechts ab und fuhren über eine Schotterpiste auf unseren heutigen Campingplatz mitten in der Wüste.








Samstag, 16. November 2019

Nochmals über den Atlas

Nach unserem gestrigen Besuch Marrakeschs fuhren wir heute in Richtung Agadir, an der Atlantikküste. Zunächst aber machten wir uns auf die Suche nach Bier, was sich als Ding der Unmöglichkeit heraus  stellte. Nachdem wir  Marrakesch verlassen hatten, fuhren wir zunächst die Autobahn in Richtung Atlasgebirge. Im Gebirge dann verließen wir die Autobahn und bogen auf eine kleine Serpentinenstraße ab. Diese Straße führte uns immer steil bergauf und bergab. Es ergaben sich herrliche Fernsichten hinein in das Atlasgebirge. Nach unserer Mittagspause bei herrlicher Aussicht fuhren wir bergab in Richtung Agadir. Dabei fuhren wir durch das Paradise Valley, einem schönen Tal mit einem kleinen Fluss. Die Tour fernab der Autobahn hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und dann der Blick auf den Atlantik. Ab der Stadt Agadir ging es dann entlang der Küste Richtung Süden. Wir schlafen heute direkt am Atlantik in Aglou Plage.






Freitag, 15. November 2019

Marrakesch

Wir haben die letzte Nacht bei Jane auf ihrem Campingplatz übernachtet. Jane ist gebürtige Dresdnerin und wohnt seit 15 Jahren in Marokko. Die Anfahrt zum Campingplatz gestern Abend in der Dunkelheit war ein Abenteuer für sich. Kurz nach Ortsausgang der Gemeinde Ouzoud ging es über einen unbefestigten Schotterweg einen Hügel hinauf. Den Abend haben wir zusammen mit der Gastgeberin am Feuer verbracht. Nachts sieht man von diesem schönen Fleckchen Erde keine Lichter   außer den Sternenhimmel. Heute Morgen dann wurden wir durch das trommeln des Regens und Tropfgeräuschen geweckt. Dazu ist zu sagen, das die besagten Tropfgeräusche innerhalb des Fahrzeug zu hören waren. Schnell konnten wir feststellen, das im Dach zwei Löcher sind, die vermutlich durch das fahren mit Dachgepäckträger entstanden sind. Nach einem Kaffe bei Jane ging es die nunmehr schlammige Schotterpiste wieder bergab nach Ouzoud. Hier gab es dann ein marokkanisches Frühstück mit Griessuppe (herzhaft), Brot, Crêpes und vielen Beilagen. Alles in allem ganz lecker, außer diese Griessuppe. 
Nach dem Essen haben wir dann die Wasserfälle von Ouzoud besichtigt. Auf Grund des schlechten Wetters fiel die Besichtigung recht kurz aus. Die Wasserfälle von Ouzoud sind schon beeindruckend, wenn da nicht überall dieser viele Müll wäre.
Von Ouzoud fuhren wir dann Richtung Marrakesch. Auf dem Zeltplatz in Marrakesch angekommen habe ich zunächst das undichte Dach des Mercedes mit Karroseriekleber und Panzertape abgedichtet. Nach Nudeln und Tomatensoße zum Nachmittag ging’s mit dem Bus vom Zeltplatz in die Innenstadt. Auf dem Jamaā El- Fna Markt von Marrakesch wurden wir abgesetzt. Die zahlreichen Händler und Gauckler sind äußerst aufdringlich. Andererseits gibt es sehr tolle handgemachte Produkte von Keramik über Schmuck bis hin zu Ledersachen zu bewundern. Für uns alle vier waren diese Stunden in der Innenstand ein großes Kontrastprogramm zu den letzten Tagen.






Donnerstag, 14. November 2019

Von Tanger Richtung Atlasgebirge

Wir sind heute Morgen bereits 8 Uhr auf der Piste gewesen. Wir fuhren mit vier anderen Teams in Richtung Atlasgebirge. Zunächst ging es über gut ausgebaute Autobahnen und Landstraßen. Später wurde es dann auf einmal sehr bergig und auch die Straße wurde eher zu Schlaglochpiste. Die Landschaft in Marokko ist bisher überwiegend baumlos. An den Stellen wo es der Boden hergibt wird Landwirtschaft betrieben. Vor allem wird Gemüse und Oliven angebaut. An vielen Stellen ist die Landschaft steppenartig. Allerorten sind Schäfer mit ihren Ziegen und Schafen in der kargen Landschaft unterwegs. Auch der Straßenverkehr hat sich stark geändert. Neben Autos und LKW jeden Baujahrs und Zustands sind auch Esel, Pferde und Ochsenkarren unterwegs. Wir mit unseren Autos würden nicht sonderlich auffallen wenn da nicht diese deutschen Kennzeichen dran wären. So allerdings werden wir überall freundlich gegrüßt. Die Tour heute war landschaftlich überaus schön und abwechslungsreich. Wir schlafen heute in der Nähe des kleinen Örtchens Ouzoud im mittleren Atlasgebirge.








Mittwoch, 13. November 2019

Wir sagen bis bald Europa...

Gestern Abend haben wir uns auf einem Campingplatz kurz vor Algeciras eingefunden und mit einigen anderen Rallye Piloten den Abend verbracht. Die ersten Pläne für den morgigen Tag wurden geschmiedet. Heute Morgen ging es dann recht zeitig los in Richtung Algeciras Hafen.
Heute war für uns alle der große Tag, wir verlassen Spanien und damit Europa und reisen nach Marokko ein. Am Fährhafen gab es dann erst einmal ein kurzes Briefing durch das Orga- Team, danach wurden die Fährtickets besorgt und ab ging es aufs Schiff. 

Bei auslaufen der Fähre sahen wir den Affenfelsen von Gibraltar. Auf der Fähre  gab es dann auch den gewünschten Stempel im Pass für die Einreise nach Marokko. 
Nach ca. 2 Stunden erreichte die Fähre den Hafen von Tanger. Die Zollformalitäten waren recht schnell abgeschlossen, sodass wir zügig weiter fahren konnten. Wir fuhren entlang der Westküste Marokkos in Richtung Rabat und schlafen heute ca. 60 Kilometer südlich von Tanger.
Unser Zeltplatz liegt direkt am Meer. Bei einem kurzem Strandspaziergang haben wir einen der vielen Straßenhunde kennen gelernt.